Liberia - die Missions Story
Geburt einer Erweckung – Lofa County, Northern Liberia - von Robert Prokop
Im Herbst 2008 stieg eine Mannschaft von Christen, geführt von Dennis Aggrey, mutig zum Dorf von Malawu hinauf - berüchtigt als das Zentrum der Hexerei und der Menschenopferung in Liberia. Dennis hatte die Dorfältersten informiert, dass er kommen würde. Als seine Mannschaft das Dorf eintrat, tat sie es barfuss, ein Zeichen der Rücksicht; völlig bewusst, dass sie ihre Leben riskierten.
Die Liberianer wussten genug, um sich vom Berg Malawu mit seinem 800 Einwohner-Dorf tief im nördlichen Dschungel fern zu halten. Aber Dennis verstand diese Menschen, da er im Dorf Konia nicht fern von Malawu aufgewachsen war. Als ein junger Bub wurde er in die Gesellschaft der Hexerei in Konia eingeweiht. Zeugnis dafür sind die hunderten Narben der zeremoniellen Bescheidungen auf seinem Körper. Heute ist Dennis der Gründer und Missions- Direktor von CRCA (Christian Revival Churches Association = Vereinigung der Kirchen Christlicher Erweckung) wonach er sich gesehnt hatte, seit dem er die Freiheit und neues Leben in Jesus Christus gefunden hatte.
Dennis Strategie war es eine bleibende Freundschaft mit den Dorfältesten aufzubauen, in dem er ihnen anbot, ihre Hütten mit Blechdächern zu decken. Die strohgedeckten Dächer hatten sich während der Regenzeiten als mangelhaft herausgestellt. Die Dorfältesten stimmten seinem Angebot zu. Am Endes des Projektes war es Dennis möglich, den Jesus-Film dem gesamten Dorf in ihrer Sprache Loma zu zeigen. 60 Erwachsene haben sich von der Hexerei abgewendet und ihr Leben Christus übergeben; ein Beginn einer geistlichen Erweckung. Zu Dennis Überraschung hatten ihn die Ältesten gefragt, ob er ihnen auch eine Kirche in ihrem Dorf bauen könne. Dennis stimmte zu und der Baubeginn wurde mit März 2009 nur ein paar Monate später festgelegt.
In Wien hörten wir von Dennis und seinem bevorstehenden Projekt im März 2009 in Malawu. So entschieden sich Rob Soprano, Bryan Collins und ich uns ihm anzuschließen. Wir halfen in der medizinischen Klinik, arbeiteten mit der Jugend sowie bei der Konstruktion der Kirche. Es war eine lebensverändernde Erfahrung. Sechs Wochen später wurde der Bau von Dennis Mannschaft beendet und zum ersten Mal in der Geschichte von Malawu wurden wöchentlich christliche Gottesdienste abgehalten.
Am 4. Jänner 2010 führten Rob Soprano und ich eine zweite Mannschaft (10 Männer und 2 junge Damen) nach Liberia, um Dennis zu unterstützen. Unser erster Stopp führte und nach Konia und Malawu, um die Gläubigen zu ermutigen. Dann ging es nach Bokeza, Wakazu and Kpasagiza (ausgesprochen: Pasageesia), Dörfer nahe der Grenze von Guinea. Unsere Mission war es ein neues Kirchengebäude (in Kpasagiza) zu bauen, eine medizinische Klinik zu führen, Kleidung zu verteilen, pastorale Ausbildung zu leiten und mit der Jugend in allen drei Dörfern zu arbeiten.
Kpasagiza ist ein großes Dorf mit mehr als 4.500 Einwohnern, gerade ein 40-minütiger Fußweg von der Republik Guinea entfernt. Es war das zweite Zentrum für die Hexerei neben Malawu. Die Dorfbewohner von Kpasagiza hatten über die positiven Änderungen in Konia und Malawu gehört und einige entschieden sich, die Änderungen selbst anzusehen. Sie wurden durch den Fortschritt so beeindruckt, dass sie den Dorfältesten von Kpasagiza empfahlen, Dennis einzuladen und eine Christliche Mission in ihrem Dorf anzufangen. Die Älteren sträubten sich zuerst, stimmten schließlich aber zu.
Während unserer kurzen Zeit in diesen Dörfern dienten wir mehr als 700 Menschen in medizinischen Kliniken. Die Dorfältersten von jenseits der Grenze in Guinea wurden dadurch so gefesselt, was sie hörten, dass sie, begleitet vom Beauftragten des südlichen Guinea, nach Kpasagiza kamen, um die Arbeit zu sehen und die Einladung für uns zu erweitern, um unsere Christliche Mission nach Guinea zu bringen. Diese Einladung ist ziemlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Guinea zu 85% von Moslems bevölkert wird.
An unserem letzten Tag in Kpasagiza wurden wir gefragt, ob unsere Gemeinde (CIG) Kpasagiza als Dorf „adoptieren“ würde. Ich stimmte aufrichtig zu, da ich die Freiheit sah, die wir dadurch erhalten würden, um in diesem Gebiet zu dienen. Die Dorfältesten drückten auch ihr Bedürfnis nach einem medizinischen Vollzeitzentrum aus, das den umliegenden Dörfern sowohl Liberias als auch Guineas dienen würde. Wir sind jetzt dabei Spenden zu sammeln, um dieses Zentrum zu bauen.

